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Wissenschaft

DRV verweigert EM-Rente – Ein Blick auf die rechtlichen Aspekte

Die DRV hat jüngst EM-Renten wegen fehlender Therapie abgelehnt. Doch ist das rechtlich einwandfrei? Ein genauerer Blick auf diese Praxis ist dringend notwendig.

Julia Wagner17. Juni 20262 Min. Lesezeit

Eine überraschende Zahl sorgt für Aufregung in der Debatte um die Erwerbsminderungsrente: Laut Schätzungen wiesen fast 40 Prozent der Anträge auf Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) Mängel auf, die zur Ablehnung führten. Eine häufige Begründung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ist das Fehlen einer Therapie. Doch ist das wirklich gerechtfertigt?

Die Rolle der Therapie in der Rentengewährung

Du fragst dich vielleicht, warum eine Therapie für die Gewährung von EM-Renten so entscheidend ist. Der Gedanke dahinter ist, dass Personen, die aufgrund von gesundheitlichen Problemen eine Rente beantragen, auch versuchen sollten, ihre Beschwerden durch therapeutische Maßnahmen zu lindern. Das klingt zunächst plausibel, doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Antragsteller sind aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht in der Lage, Therapien zu beginnen oder diese langfristig durchzuhalten. Außerdem kann es sein, dass die zugrundeliegenden Krankheiten nicht immer klar definiert sind oder es keine geeigneten Therapieformen gibt. Hier könnte man argumentieren, dass die DRV mit dieser Anforderung eine Hürde aufbaut, die einige Menschen in eine verzweifelte Lage bringt.

Die rechtlichen Implikationen

Betrachtet man die rechtlichen Rahmenbedingungen, wird schnell klar, dass die DRV nicht einfach nach Belieben Anträge ablehnen kann. Das Sozialgesetzbuch (SGB) sieht vor, dass die Ursachen für eine Erwerbsminderung umfassend geprüft werden müssen. Ein Fehlen von Therapieangeboten darf nicht als alleinige Grundlage für eine Ablehnung dienen. Vielmehr müsste die DRV auch andere Faktoren berücksichtigen, wie etwa die Schwere der Erkrankung und die individuelle Situation des Antragstellers. Wenn die DRV dies ignoriert, könnte das rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Folgen für die Betroffenen

Die Ablehnung von Anträgen aufgrund fehlender Therapien hat fatale Folgen für viele Menschen. Stell dir vor, du hast finanzielle Sorgen, weil du aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten kannst, und dann bekommst du auch noch die EM-Rente verweigert. Die Fälle, in denen Menschen in eine tiefere finanzielle und soziale Notlage geraten, sind keine Seltenheit. Zudem kann dieser Druck eine negative Rückkopplung auf die psychische Gesundheit der Betroffenen haben. Angst und Unsicherheit können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Es ist an der Zeit, diese Thematik ernst zu nehmen und die Praxis der DRV zu hinterfragen, um sicherzustellen, dass alle Menschen eine faire Chance auf Unterstützung haben.

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